Michael Messer

Aktuell


                           Liebe Landsleute und Interessierte unserer Heimatgeschichte

 

Wie Sie bequem vom eigenen PC aus, in das ungarische Staatsarchiv gelangen und sich das Original Urbarium von Sanktmartin aus dem Jahre 1772, anschauen und interessante Informationen holen können, möchte ich ihnen hier zeigen.

 

Dieses überaus wichtige Dokument und Abkommen zwischen der Grundherrschaft und den angesiedelten Dorfbewohner, wurde am 30. März 1772 von dem Notar Andreas Kaszonyi de Totvaradia des Arader Komitats,  verifiziert, und am 14. April 1772, in Anwesenheit des Sanktmartiner Verwalters Thomas Riss, des Tafelassessors Josef Szabo, und des Arader Komitatjurassesors Josef Aradi, unterzeichnet.

Wer Dokumente die unsere Geschichte betreffen, wie:  ,,Das Archiv der katholischen Pfarrgemeinde Sanktmartin“, die Historia Domus, die seit 1980 auf seltsame Art und Weise verschwunden ist, unrechtmäßig und unter der Gefahr des Verlustes, zu Hause aufbewahrt, der ist sich der Bedeutung dieser Chronik nicht bewusst, oder er möchte diese so wichtigen Unterlagen unserer Geschichte ausschließlich für sich alleine haben, und allen anderen SANKTMARTINERN vorenthalten. Beides entspricht nicht den Ansprüchen die eine HOG an sich stellen sollte. Das muss auch allen Vorstandsmitgliedern bewusst sein.

 

In 20-30 oder 50 Jahren, werden Enkel und Urenkel aus den Reihen der Sanktmartiner, mehr über die Geschichte ihrer Urgroßeltern wissen wollen und in den dafür vorgesehenen Archiven nachforschen. Damit ihnen dann, die Originalschriften zur Verfügung stehen, die vor über 40 Jahren widerrechtlich in private Hände gelangt sind, müssen diese unverzüglich an das Diözesanarchiv Temeswar zur sicheren Aufbewahrung abgegeben werden. 

                                                                                                                                                        Michael Messer

 

                                                                                                         

Der Zugang zum o.g. Archiv ist kostenlos, Anmeldungen sind nicht nötig.

Man kommt ganz einfach rein:

 

1 Schritt: Google - Suchmaschine


2 Schritt: szentmárton arad megye – bitte immer die ungarische Schriftweise eingeben

 

3 Schritt: Bilder

 

 

Im Bilderverzeichnis sehen sie beiliegende Abbildung -

 

Doppelklick auf das Foto und sie sind im ungarischen Staatsarchiv, Urbarium St. Martin bzw. Szentmárton.


Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Tel. 0821/421296

 

Diese Hinweise auf das ungarische Staatsarchiv habe ich von Herrn Martin Wusthorn, dem ich Daten für die Arbeit an seiner Heimatchronik zur Verfügung stellen konnte.




In unserer gewachsenen Gemeinschaft war es Tradition während der Karwoche, die auch als stille Woche bekannt ist, die Kruzifixe und Kreuze in der Heimatkirche mit schwarzen und violetten Tüchern zu verhüllen.

 

Aus Trauer um das Leiden und Sterben von Jesus Christus schwiegen auch die Glocken.

Wie es im Volksmund hieß, sind die Glocken nach Rom geflogen und als Ersatz kam die Turmratsche zum Einsatz.

 

Selbst während der Eucharistiefeier wurde anstelle der Wandlungsglocken die Handratsche betätigt.

Das Hauptritual fand am Karfreitag beim Heiliggrabaltar statt.

 

Jedes Jahr wurde dieser Altar von freiwilligen Männern aus der Dorfgemeinschaft in den vorderen Bereich der Kirche getragen, und am großen Kreuz aufgestellt.

Beleuchtet und mit Blumen geschmückt stand er dann im Mittelpunkt der Liturgie. Nach der Auferstehung wurde er wieder an seinen Platz unter der Chorempore an der Frauenseite gebracht.

 

Dieses Ritual, das über mehrere Generationen ausgeübt wurde, fand zum letzten Mal 1990 in unserer Heimatkirche statt.

 

Unser Grabaltar ist in seiner künstlerischen Gestaltung mit den ausgewogenen Proportionen und seiner handwerklichen Ausführung, ein wahres Schmuckstück.

Aus Holz und in Marmoroptik ist er etwa zur gleichen Zeit wie der Hauptaltar um 1906 entstanden.


Ich selbst habe einige Jahre als Bildhauer in einem Atelier für Altarbau und Kirchenausstattung gearbeitet, und hatte dabei Gelegenheit mich in die Tiefe der Symbolik des christlichen Glaubens einzuarbeiten.


Das Zentrum des heiligen Grabes ist die Nachbildung des Leichnams Jesu.

Die floral gestaltete Rückwand steht sinnbildlich für das Paradies. Symbolisch für den Leidensweg Christi stehen die beiden Engel in den Nischen des Grabes, mit Lanze, Dornenkrone und den in Essig getränkten Schwamm.

Der weiße Schwan, über dem Bild Veronikas mit dem Schweißtuch, ist in der Religionsgeschichte vieler Völker das Begleittier eines Gottes, er steht für Intuition und der letzten Äußerung von bedeutenden Menschen.

 

Die beiden Bilder im Altaraufsatz, wie auch das Christusmonogramm sind stimmig umrahmt von Säulen, die in einen Kleeblattbogen übergehen.

Die Sinnbilder aus dem Alten Testament, erzählen die Geschichte von Jona, der von einem Fisch verschluckt und nach drei Tagen an Land ausgespuckt wurde, und die Geschichte von Abraham der seinen Sohn opfern sollte.

 

Im Kern dieser Geschichten soll wahrscheinlich die Strenge Gottes, zugleich aber auch seine Barmherzigkeit gezeigt werden.

 

Wesentlich im christlichen Glauben ist die Auferstehung Christi. Dieser zentrale Moment wird in unserem Altar mit dem Christusmonogramm dargestellt. 

Abgerundet wird der Altaraufsatz von handgeschnitzten Ornamenten, und einem von zwei Engeln gehaltenen Kreuz.

                                                                                                                                                                       

                                                    Einen herzlichen Dank an Sylvia und Josef Burger für Bildmaterial und Informationen.

 

                                                                                                                                                                                                        Michael Messer

 

 

Aus Trauer um das Leiden und Sterben von Jesus Christus schwiegen die Glocken.

Wie es im Volksmund hieß, sind die Glocken nach Rom geflogen und als Ersatz kam die Turmratsche zum Einsatz.

Während der Eucharistiefeier wurde anstelle der Wandlungsglocken die Handratsche betätigt.


Handratsche und Ratsche im Kirchturm


Vielen Dank an Josef und Sylvia Burger, dass sie uns mit dem Klang der Turmratsche die Möglichkeit geben, an der österlichen Atmosphäre der Heimat teilzuhaben.

 

 Das ist gelebte Gemeinschaft! 


Buchpräsentation

Am 26. Januar 2021 wurde zum Gedenken an die Russlanddeportation vor 76 Jahre, der Bildband  „Denkmäler und Gedenktafeln für die im Januar 1945 in die Sowjetunion deportierten Rumäniendeutschen" von Friedrich Philippi und Erwin Josef Tigla, präsentiert. Jedem der 183 Denkmäler aus den Ortschaften, des Banater Berglands, Banat, Siebenbürgen, Ungarn und Deutschland, ist eine Seite gewidmet.

                        Auch die Gedenkstätte aus unserer Heimatkirche in Sanktmartin wurde im Bildband aufgenommen.

Die Einweihung unserer Gedenkstätte durch Pfarrer Andreas Zilahi, fand 2018 im Rahmen des Festgottesdienst an Ostern statt.

 

 

 

Die Buchpräsentation finden Sie unter folgendem Link:https://www.youtube.com/channel/UC_kYvj3wj9oGipq7pmZoS_g

 

 

 

 

Die Restauration des Corpus Christi aus dem Friedhof, finden Sie unter  FRIEDHOF

 

Die Einweihung der neuen Gedenkstätte unter  KIRCHE

Restaurierung Corpus Christi aus dem Friedhof

Einweihung der Gedenkstätte



Die Bedeutung der Frau in der Familie

Der neue Beitrag "Die Bedeutung der Frau in der Familie" befindet sich im Digitalen Heimatmuseum

Mit einem Klick auf die Zeichnung, gelangen Sie direkt zum Beitrag.

Frau bei der Arbeit auf dem Feld
Frau bei der Arbeit auf dem Feld

Die Turmuhr unserer Heimatkirche von 1834 bis 2010.



Mit der „Zeit“ ist das so eine Sache. Obwohl sie gleichmäßig und kontinuierlich in eine Richtung fliest, haben wir je nach Lebenssituation ein unterschiedliches Zeitgefühl.
So scheint sie manchmal stillzustehen, ein andermal vergeht sie wie im Flug – und dann wiederum fühlst du dich von einem Moment zum anderen in die Kindheit zurückversetzt.
So geht es mir jedenfalls als ich mit Josef Burger den Kirchturm besteige.

100 Jahre nachdem die Turmuhr, im Jahr 1910 im neuerbauten Gotteshaus wieder in Betrieb genommen wurde, hat Burger sie, 2010 während der Renovierungsarbeiten an der Kirche, stillgelegt. Still steht nur die Uhr nicht aber die Zeit!

Der Grund dafür war nicht etwa ein technischer Defekt oder ein ungenauer Gang, sondern der Aufwand die Uhr am Laufen zu halten. Täglich mussten drei Gewichte hochgezogen werden, ehe das Uhrwerk wieder für 25 Stunden weiterlief. Neben vielen anderen Tätigkeiten an der Kirche, hat Burger 10 Jahre lang täglich die Uhr am Laufen gehalten.

Mit viel Sachverstand und Können hat er eine elektronische Uhr eingebaut, die er in Kombination mit einem mechanischen Schlagwerk verbunden hat. Das Schlagen der Ganzen und Viertelstunden, sowie das morgendliche, mittägliche und abendliche Läuten wird davon übernommen.

Dieses Uhrwerk funktioniert ununterbrochen und genau, mit einer minimalen Abweichung von 1 bis 2 Sekunden im Jahr, wie mir Burger sagt.

Während er mir noch einige technische Details am Schlagwerk erklärt, setzt die Glocke, wie zum Beweis dafür, pünktlich um 20 Uhr zum Abendläuten an. Der Klang der großen Glocke ist so laut, dass wir uns erstmals die Ohren zuhalten müssen.

Erst nachdem der letzte Schlag verklungen ist, wird der Mechanismus der Uhr, zur Demonstration, mit ein paar Handgriffen von Josef in Gang gebracht. So als hätte die Uhr im letzten Jahrzehnt nichts anderes getan als die Zeit gezählt, tickt sie reibungslos Sekunde für Sekunde, ehe er sie wieder für ungewisse Zeit zum Stehen bringt.

Ungewiss ist auch das Los des Kirchturmes, das Wahrzeichen unserer Gemeinde, denn der Zahn der Zeit hat auch hier nicht Halt gemacht, auch wenn die Turmuhr steht.
Seit dem Wechsel des HOG-Vorstandes im Jahr 2015, wurde zur Aufrechterhaltung der Kirche kein Euro mehr investiert.

Zur Geschichte der Turmuhr:
„Wie in der „Visitatio canonica“ vom 23. bis 24. Mai 1835 steht, wurde die Turmuhr, die die Stunden und Viertelstunden schlägt, im Jahre 1834 auf Kosten des Patronatsherren und der Ortsgemeinschaft angeschafft. Ihre Wartung oblag dem Sanktmartiner Eisenschmied Franz Maier; er bekam dafür eine Belohnung von 30 fl und war von allen Lasten und Abgaben der Gemeinde befreit.“
fl. Steht für die Abkürzung der damaligen Währungseinheit, Florene, von ihm leitete sich der Name Forint ab.
                                                                                                                                                                      Michael Messer 2020



 Kreuzgestänge mit Zahnradantrieb für die Uhrzeiger.

        Gestänge mit Zahnräder hinter einem Zifferblatt. 


Magnetspulen mit Eisenkern die durch elektrische Impulse, die Glocken durch Zug am Seil, zum Schwingen bringen.




                                                   Eindrücke aus dem Heimatfriedhof

                                                                              Sommer 2020

 

Obwohl der Friedhof wie immer einen ordentlichen und gepflegten Eindruck macht, hat sich hier etwas verändert.
Zu dem Holzkreuz, dem Wahrzeichen unseres Friedhofes, das etwas schmalbrüstig ist und offensichtlich nicht aus Meisterhand stammt, hat sich ein weiteres Zeichen auf dem Gottesacker dazugesellt.

Ein Zeichen der Respektlosigkeit das pietätlos ist. Eine Funkantenne !!!  Wieso gerade auf dem Friedhof wo doch genug Platz auch außerhalb gewesen wäre? Wie ich von einigen Friedhofsbesuchern aus dem Dorf erfahre, wurde der Mast schon im Herbst 2019 aufgestellt.

Wie sie finden ist das, „o profanare a mormintilor din cimitir“. Das ist eine Schändung der Gräber im Friedhof! Wo einst Gräber auf dem Friedhof waren, steht nun dieser hohe Funkmast.

Ohne den Kirchenrat zu fragen oder in Kenntnis zu setzen, hat man mit dem Bau der Antenne begonnen.
Hier stellt sich die Frage: Wer hat das genehmigt? Wer bekommt wie viel Geld dafür, (der Antennenbetreiber zahlt eine jährliche Pacht) und wofür wird dieses Geld verwendet?
Waren die zuständigen Vorstandsmitglieder der Samatimer HOG informiert, und warum wurde das nicht bekannt gegeben?

Um etwas gut zu machen, könnte man mit der Pacht für diese Antenne zumindest den zugewucherten Bereich im alten Teil des Friedhofs regelmäßig roden und sauber halten.


Die Antenne steht, doch die beim Aufbau verursachten Schäden sind geblieben.
Das große massive Betonkreuz, welches am Ende des Hauptweges steht, wurde von einem Baufahrzeug angefahren, sodass der obere Teil abgebrochen ist. Um die Instandsetzung des schwer beschädigten Kreuzes hat sich der Unfallverursacher nicht mehr gekümmert

                                                                                                                                                                                    Michael Messer   Juli 2020

Frage von Besuchern dieser Seite: Gibt es noch weitere Banater Dörfer auf deren Friedhof so eine Funkantenne aufgestellt wurde?





Aktuelle Aufnahmen unserer Kreuzwegstationen aus dem Friedhof, sind unter dem Reiter Friedhof, zu sehen.

Beschädigtes Postament mit abgebrochenen Kreuz.





Zum Gedenken an das Schicksal der Deutschen in Rumänien

Diese Ansichtskarte ist zur Gedenkfeier am 25.01. 2020 herausgegeben wurde.


  Zum Gedenken an das Schicksal der Deutschen in Rumänien

 

 

 75 Jahre sind seit 1945 der grausamen Verschleppung  der Deutschen in Rumänien vergangen.

 

Gegen das Vergessen dieses Geschehens werden jedes Jahr Gedenktage, vielerorts in Deutschland, aber auch in Rumänien gehalten.

 

Zum Gedenktag in Reschitza findet am 25. Januar ein ökumenischer Wortgottesdienst in der Hl. Kirche Maria Schnee, mit Msgr. Josef Csaba Pal, Diözesanbischof von Temeswar und Reinhart Guib Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien aus Hermanstadt, statt.

 

Zu diesem Anlass wird auch eine Kunstaustellung in der Kirche, mit Darstellungen zu diesem tragischen Ereignis, gezeigt. Organisator zur Gedenkfeier und Kunstausstellung ist Herr Erwin Josef Tigla. Er ist Vorsitzender des „Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen“ und Kulturreferent in Reschitza.

 

Auf Anfrage seitens Herrn Tigla nehme ich auch an der Gemeinschaftsausstellung in Reschitza teil.

 

Mein Beitrag zur Ausstellung zeigt auf einer Relieftafel, zwei Züge vollbeladen mit Gefangenen die zur Abfahrt in die Sowjetunion, bereitstehen.

Es war der Moment in dem ein vermeintlicher Alptraum, zur Realität wurde.

 

Wie ich aus einem Gespräch mit einer Zeitzeugin dieses Geschehens entnehmen konnte, war dies auch der Moment in dem das Vertrauen an die Zukunft, und an eine  Wiederkehr in die Heimat, fast vollständig erlosch.

 

Diesen winzigen Lichtblick, am Ende des schwarzen Tunnels, habe ich auch auf der Tafel dargestellt. Er steht sinnbildlich für die geringe Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat. 

 

           Die in 2018, in der Kirche errichtete Gedenkstätte, erinnert an die Opfer der Deportation aus unserem Heimatdorf.                                                                                                                               

 

Den Beitrag, zur Russlandverschleppung aus unserem Heimatdorf, sowie der Gedenkstätte, finden sie unter ZEICHNUNGEN UND TEXTE ZU UNSERER GESCHICHTE, Russlandverschleppung 1945.

                                                                                                                                                                                Michael Messer


Den neuen Beitrag, Die Ernte, finden Sie unter  Zeichnungen und Texte zu unserer Geschichte

 

                                                                                                                                                                     

"Das schönste Wappen auf der Welt, das ist ein Pflug im Ackerfeld"


              Fotoaufnahmen des Friedhofszaunes, seit Beginn der Erneuerung von 2008 bis 2019, unter Projekt Friedhofzaun

 

              Fotoaufnahmen von Wandmalereien, Altäre und anderer Sakraler Kunst in unserer Kirche, unter Kirche

                                                                                                                                                                     

2019 -Abschluss des Friedhofszaunes an der Südseite.

Die Auferstehung Christi



Den Beitrag (Feuerstelle Küche Speis) finden Sie unter   DAS DIGITALE HEIMATMUSEUM 

                                          

Zum Gedenken an die Opfer der Russlandverschleppung im Jahr 1945 unter   ZEICHNUNGEN UND TEXTE ZU UNSERER GESCHICHTE

Feuerstelle -

Küche - Speis

 

Zum Gedenken an die Opfer der Russlandver -schleppung im Januar 1945





Zeichnungen und Texte zu unserer Geschichte

Einweihung der Nepomukkapelle