„Das schönste Wappen auf der Welt, das ist                   ein Pflug im Ackerfeld.“


Die Waffe unsere Ahnen mit der sie, das Land eroberten.

Wie in unserem Heimatbuch von Anton Karl, Dr. Peter Petri beschrieben, ist dieser Pflug aus der Gegend um Bad Mergentheim,
Wie in unserem Heimatbuch von Anton Karl, Dr. Peter Petri beschrieben, ist dieser Pflug aus der Gegend um Bad Mergentheim,



              „Das schönste Wappen auf der Welt, das ist ein Pflug im Ackerfeld.“

 

„Es ist wie wenn uns das Bild sagen wollte: wir Bauern, reden zwar nicht viel, doch wir sind stolz auf unsere Arbeit. Und wir haben das schönste Wappen. Zwar kann es nicht von großen Heldentaten berichten, die jemand draußen in der Welt vollbracht hat, doch dafür reicht es bis an den Uhrsprung, bis dorthin, wo vor Jahrtausenden das sesshafte Leben begann. Denn das war immer schon die Bedingung einer jeden Heldentat: eine dampfende Schüssel, täglich auf den Tisch, damit der Held bei Kräften bleibt und sein Tagwerk beginnen kann. Und so kommt es, dass unser Wappen auch das älteste ist. Es stellt die älteste Berufung dar.

 

Es fordert seine Träger und all die, die es werden wollen, auf, sich aufzuraffen, in die Hände zu spucken, den Boden urbar zu machen und ihm unter Aufbietung aller Kräfte all jene Früchte zu entlocken, die fürs tägliche Leben wichtig sind.

 

Wir, die Bauern, waren die ersten Gärtner - und wir haben euch, die ihr Geistliche, Krieger, oder Gelehrte wart, mit Nahrung versorg, wie das auch Mütter für ihre Kinder tun, von Uhrzeiten an. Wenn euch der Preis zu hoch war und ihr meintet, dass euch die Plünderung billiger kommt, dann seid ihr mit euren Pferden und Waffen gekommen und habt euch bei uns bedient. Wir haben euch ohnehin immer den Zehenten geben müssen, haben auch die Straßen und Brücken repariert, damit ihr besser in den Krieg und zur Jagt reiten konntet und damit wir euch die Steine für eure Häuser liefern durften.

 

Die großspurigen Wappen habt ihr euch dann selbst umgehängt, ihr feinen Herren - und uns dabei vergessen. Doch wir brauchen eure Ehrung nicht. Wir wissen, wer wir sind, was wir leisten und dass ihr es seid, die von uns abhängig sind, nicht umgekehrt.  „

 

                                                                                                                                          Auszug aus dem Buch – Die Alpen Philosophie-

 

                                                                                                                                                                                        Von Rahim Taghizadegan & Eugen Maria Schulak