"Denkmäler unserer Ahnen wollen gepflegt und erhalten werden"       (Restauration Teil 1)


Das Hauptkreuz aus Holz, in der Mitte unseres Heimatfriedhofes in Sanktmartin, steht etwas südlich der Hauptallee mit den Kreuzwegstationen, und ist von Buchsbaumbüschen umgeben. Daneben sind zwei Geistliche bestattet, die lange Jahre in unserer Gemeinde gewirkt haben.

 

-Franz Wieland, von 1826 bis 1864 Pfarrer in Sanktmartin.

-Johann Hunyady, von 1865 bis 1868 Kaplan, von 1868 bis 1900 Pfarrer in Sanktmartin.

 

Wir erinnern uns gerne an die beeindruckenden Andachten an diesem Kreuz, am Abend des Allerheiligen-Festes, im Schein der unzähligen Kerzen auf den Ruhestätten unserer Angehörigen.

Geblieben ist die Erinnerung, und das verwitterte Allerheiligen-Kreuz. Die Jahreszahl 2004 weist auf die letzte Teilerneuerung durch unseren Landsmann Jakob Hubert hin.

 

Josef Burger, der Vorsitzende des Sanktmartiner Kirchenrates hat den damals schon ziemlich mitgenommenen Korpus hergerichtet und bemalt. Zehn Jahre später, an den Gemeinschaftstagen 2014, musste dieser hölzerne Christus, wegen des fortgeschrittenen Zerfalls, erneut provisorisch befestigt werden.

 

 

Bei den Luftaufnahmen im März 2016 wurde der Zustand des Kreuzes von Michael Messer näher begutachtet, wonach er beschloss den Körper des Gekreuzigten zu restaurieren.

Im Sommer 2017 wurde mit dem Kirchenrat aus Sanktmartin vereinbart, dieses Vorhaben zu verwirklichen.

 

Am 16. Oktober 2017 haben wir den Korpus abgenommen und in das Atelier von Michael Messer gebracht.

Hier wurde sein Zustand genau untersucht, und die ersten Schritte zur Restaurierung eingeleitet. Diese Restaurierungsschritte werden fotografisch dokumentiert, und können hier begleitet und nachverfolgt werden.

 

Mit persönlichem Einsatz, und auf eigene Kosten haben wir bei diesem Arbeitsbesuch im Oktober 2017, mit den letzten 11 Edelstahlpfählen nochmal auf eine Länge von 25 Meter die Erneuerung des Friedhofszaunes vorbereitet. Mittlerweile ist, wie auf den Aufnahmen zu sehen, die Arbeit vollendet. Von Bürgermeister Otlacan wurde uns zugesichert, dass der Wildwuchs entlang des nun 200 Meter langen neuen Zaunes auch außerhalb des Friedhofes entfernt wird.

 

Die Freiwilligen,

 

Robert Braun, Michael Messer, Martin Kilian, Josef Messer und weitere

 

 

Ein Großteil der Schäden am Korpus, sind auf den ersten Blick ersichtlich. Die hohl klingende Resonanz beim Klopftest, sagt einiges über den Zustand unter der Oberfläche aus.

Erst bei der Beseitigung der Oberfläche am Rücken, wird das Ausmaß des Schadens sichtbar.

Hauptursache des Schadens, an dem Jahrzenten alten Christus, ist die Staunässe.

 

Bei Wiederanbringung des Korpus am Kreuz, ist ein Abstand zwecks Hinterlüftung einzuhalten.

 

 

 

 

Das schadhafte Material wird bis zum unbeschädigten Holz, auf unterschiedlichen Ebenen abgetragen, und durch gesundes Holz ersetzt.

 

 

Aus denkmalpflegerischer Sicht, ist so viel wie möglich vom Original-Objekt zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der nun entstandenen Glatten Oberfläche, wird eine stabile Holzplanke mit Dübeln aufgeleimt.

 

 

 

 

 

Die bildhauerische Arbeit kann beginnen. 

 

 

Weiter Fotos zur Restauration folgen nach voranschreiten der Arbeiten.

 

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