Liebe Besucher,

 

auf dieser Webseite können noch nie da gewesene, spektakuläre Luftaufnahmen von Sanktmartin, aus der Vogelperspektive bestaunt werden. Unter dem Reiter "Bildergalerie", sowie "Videos" findet sich eine Auswahl an Luftaufnahmen.

 

Auch unter den anderen Reitern findet sich Wissenswertes rund um unser Heimatdorf. 

 

 

 

Michael Messer 

Das Digitale Heimatmuseum


Wie im September angekündigt, wurde das Projekt, zur fotografischen Erfassung und Dokumentation der Gebrauchsgegenstände aus der alten Heimat, mit Sylvia Burger angegangen.


Gebraucht – Vertraut – Verstaubt!


Ein großer Teil dieser Objekte ist mittlerweile unbeachtet auf dem Dachboden, in der Scheune, oder irgendwo auf dem Hof, gelandet. Sylvia Burger, die junge Studentin, spürt sie für uns in Sanktmartin auf.

 

Viele vertraute Stücke, erfüllen bei uns in Deutschland, einen dekorativen Zweck, und erinnern so an die alte Heimat. Einige dieser nostalgischen Stücke sind immer noch im Einsatz.

 

Die Fotosammlung der vielfältigen und originellen Gebrauchsgegenstände, macht die Lebenswelt der Sanktmartiner (Banater) erfahrbar, und lassen deren Facettenreichtum erahnen.

 

Der ein, oder andere Kommentar zu den verschiedenen Objekten, macht die Lebenssituationen der Menschen, im letzten Jahrhundert, erst begreifbar.

 

Um eine möglichst lückenlose Sammlung aufstellen zu können, ist jeder von uns gefragt. Sollten auch Sie ein schönes Stück zuhause haben, würde ich mich freuen, wenn sie mir dies fotografisch zukommen lassen.     

 

hmp.messer@arcor.de

 

Fotos von Küchen und Haushaltsgeräten, Einrichtung, und Werkzeugen wie: Dreifuß vom Schuhmacher, ein Geschirr vom Sattler, die Unruhwage vom Uhrmacher, die Musterwalze vom Mahler, Haarschneidemaschine vom Friseur, die Nähmaschine vom Schneider, den Ambos und das Hufeisen vom Schmied, die Schlagaxt vom Zimmerer und das Zieheisen vom Wagner, den Hobel vom Tischler und Schäffler, das Senklot und die Kelle vom Maurer, das Schlageisen vom Korbflechter, Landwirtschaftliche Geräte, und vieles mehr.

 

 

                                                                                                                                  Bildaufnahmen Sylvia Burger

 

                                                                                                                                                 und Michael Messer

                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemauerter Brunnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ringbrunnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschütteter Brunnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schweistreibende Arbeit auf dem Feld, war ohne Wasserreserven im eingeflochtenen Krug nicht möglich. 

Als wollte man der Wasserquelle Respekt zollen, ging man zwei Stufen nach unten, um an das wertvolle Nass zu kommen.

Gebohrt wurde der artesische Brunnen im Jahre 1910, und hat eine Tiefe von 410 Meter.

 

„Diese Quelle lieferte das beste Trinkwasser Weit und Breit“. In den sechziger Jahren wurden zwei weitere Brunnen gebohrt, deren Tiefe bei 200 Meter lag. Einer wurde in der Einmündung zur Maulbeergasse gebohrt, und der Zweite beim „Weißen Kreuz“ . Das Wasser musste mit der Handpumpe an die Oberfläche gebracht werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulkinder eilen wehrend der Pause zum Brunnen, um Wasser zu trinken

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem das Wasser nicht mehr von selbst an die Oberfläche sprudelt, wird es mit einer elektrischen Pumpe, per Knopfdruck, nach oben gebracht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einweckgläser(Dunstsgläser)   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebrannter Tonkrug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Milchtöpfe mit Backform (Milich - Tepf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem die Kühe am Abend von der Weide kamen, und wieder im Stall waren, wurden sie gemolken. Wer eine Kuh hatte, versorgte auch andere Familien mit Milch.

 

Die Milch zu holen war meistens Aufgabe der Kinder.

 

Dabei kam es nicht selten vor, das ein Teil der Milch auf den Heimweg verschüttet wurde.

 

 

Milchkanne (Milich - Gandala)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Melkeimer (Melik-Schafla)    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waschbrett gerippt mit abgerundeten Glasstäben

 

 

Wie fast alle Arbeiten im Haushalt, war auch das Waschen der Wäsche eine anstrengende Tätigkeit. Zuvor wurde die Wäsche im Bottich, in einer Seifenlauge eingeweicht und anschließend auf dem Waschbrett geschrubbt.                                                               

 

Erst mit dem elektrischen Strom 1954, fand auch der Einzug der elektrischen Waschmaschine, Mitte der 60-ziger Jahre in Sanktmartin, statt. Auch die Herstellung der Kernseife, war eine Haushaltstätigkeit. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzbottich mit Laugenwasser 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verzinkter Bottich mit gewellt - gerippten Waschbrett 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waschbrett und Holzschuhe

 

 

 

 

 

 

 

Ob als Luxusausführung in Porzellan mit Spühlkanne, oder emailierte Schüssel auf den Waschtisch, Hygiene war auch ohne fließendem Wasser möglich. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waschtisch aus Holz mit Schüssel, Seifeablage und Handtuchhalter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Metallgestell als Waschtisch mit emailierter Schüssel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notdurftstuhl für Kinder

 

 

 

 

 

 

Der Winter 1954 war so kalt, das sogar der Inhalt im Nachttopf unterm Bett einfrohr.

 

„Zum Glück hatten wir gute Strohsäcke und Federbetten, (Decken mit Gänsedaunen) so dass uns Nachts, nicht fror.“ 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Toilettenhäuschen(Klosett) auf

dem Hof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast zeitgleich, mit der Einrichtung von Bädern in Privathäusern, wurden in den 70er - Jahren, auch Pumprunnen geschlagen und gebohrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis etwa 1870 brachte das „Fettlicht“ Licht ins Dunkel. (Nachbildung eines Fettlichtes)     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Windlicht